Osteoporose

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, an der in Deutschland rund sieben Millionen Menschen leiden. Dabei nehmen Knochenmasse, -strukur und -funktion ab, was zu schmerzhafter Instabilität des Skeletts und erhöhtem Bruch-Risiko - besonders bei Frauen - führt. Nach den Wechseljahren wird kein Östrogen mehr produziert, was dann beim Knochenaufbau fehlt. Als Folge des erhöhten Ca-Spiegels im Blut werden die Nebenschilddrüsen (Parathormon), die Vitamin-D-Produktion in der Niere und die Ca-Resorption im Darm gehemmt.

Schätzungen zufolge leiden 30 % aller deutschen Frauen nach dem Klimakterium an primärer Osteoporose; bei Männern ab 70 ist Altersosteoporose genauso häufig. Inzwischen trifft die Krankheit vermehrt junge Frauen. Ursachen dafür sind falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Hormonstörungen; Rauchen, übermäßige Diäten, Missbrauch von Abführmitteln und starker Kaffeegenuss. Auch späte Regelblutung, die Entfernung der Eierstöcke, Schilddrüsenüberfunktionen, Rheuma oder Langzeitbehandlungen mit Cortison schädigen die Knochen und begünstigen das Leiden; häufigster Grund bleibt jedoch Östrogenmangel.

Im Frühstadium ist Osteoporose nur schwer diagnostizierbar; später ist sie auf Röntgenbildern meist gut erkennbar. Behandelt wird mit Medikamenten, regelmäßiger Bewegung und kalziumreicher Ernährung, die beiden letzteren werden auch präventiv empfohlen. Heute werden Frauen Hormontherapien nur nach Abwägung von Nutzen und Risiken verschrieben. Ohne Behandlung schreitet die Krankheit schnell voran und kann zu Invalidität und Pflegebedürftigkeit führen. Die Entwicklung verläuft schleichend und wird häufig erst bemerkt, wenn tatsächlich ein Bruch vorliegt. Besonders bei alten Menschen kann dies zu Schmerzen, Bettlägerigkeit, dauerhafter Immobilität bis zu Lungenentzündungen- embolien und dadurch zum Tode führen. Die Stürze sind meist Folgen von Brüchen, nicht umgekehrt, wie der Laie vermuten mag.

Mit jährlich ca. 2,5 bis 3 Mrd. Euro direkten und indirekten Krankheitskosten in Deutschland hat Osteoporose großes volkswirtschaftliches Gewicht, deshalb wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt.

Der beste Schutz vor Osteoporose ist lebenslange, regelmäßige Bewegung; sie ist auch Teil der Therapie. Da bei jeder Bewegung ein Reiz auf die Knochen ausgeübt wird, der den Knochenaufbau aktiviert, werden Knochen- und Muskelmasse gekräftigt. Starke Muskulatur unterstützt zudem Haltungsaufbau, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Ohne Training kommt es zum Abbau von Knochen- und Muskelmasse. Geeignet zur Prävention sind Wandern, schnelles Gehen, Skilanglauf, Schwimmen, Tanzen und leichtes Krafttraining. Von Mannschaftsspielen wie Handball, Volleyball oder Fußball wird wegen der erhöhten Sturzgefahr abgeraten.

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