Wissenswertes zu medizinischen Themen

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Ihr centrovital Gesundheitszentrum

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Erkrankungen in westlichen Industrienationen. Allein in Deutschland leiden nach Schätzungen etwa 27 – 40 % aller Menschen darunter, 80 % davon klagen mindestens einmal im Leben über Schmerzen; 70 % mindestens einmal im Jahr. Am häufigsten betroffen sind die 50 – 70-Jährigen; inzwischen gehören jedoch vermehrt auch Kinder zu den Leidtragenden. Durch Bewegungsmangel und zuviel Sitzen bildet sich die gesamte Muskulatur, insbesondere die des Rumpfes, nur unzureichend aus. Folgen davon sind - Übergewicht und Rückenschmerzen bereits im Kindes- oder Jugendalter.

Den Meisten zwickt es in der Lendenwirbelsäule (LWS). Dort ist die Belastung auf LWS und Kreuzbein am größten, was die natürliche Abnutzung beschleunigt. Der Bereich um die Brustwirbelsäule (BWS) ist seltener betroffen. Zu den häufigsten Bandscheibenschäden gehören Vorwölbungen (Protusionen) oder Vorfälle (Prolapse), wobei der Schmerz vom Rücken bis in die Beine ziehen kann. Anfangs äußern sich die Probleme meist in morgendlicher Steifheit, Verspannungen oder Schmerzen. Diese Symptome werden gern bagatellisiert oder verdrängt. Später werden die  Beschwerden intensiver und halten länger an. Dauern sie länger als drei Monate, spricht man von einem chronischen Leiden. Mediziner unterscheiden zwischen Dorsalgien (lat. dorsum für „Rücken“) und Lumbalgien (lat. lumbus für „Lende“). Dorsalgien betreffen den Bereich der Brustwirbelsäule (BWS); Lumbalgien die Lenden-Kreuzbeinregion (LWS).

Das Übel kann verschiedene Ursachen haben und Folge von Unfällen, schwerer körperlicher Arbeit oder falschen Belastungen sein; selten liegt ihm auch eine Entzündung oder Tumorerkrankung zugrunde. Diese Faktoren zusammen machen jedoch nur 15% der Schmerzen aus, die übrigen 85% sind unspezifisch, d.h. ohne erkennbaren Grund. Vermutet wird ein komplexes Zusammenspiel aus biologischen, psychischen und sozialen Faktoren, worüber aber bislang keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen. Auffallend ist, dass Menschen mit sitzender Tätigkeit weitaus öfter vom Schmerz betroffen sind als Schwerstarbeiter. Das lässt darauf schließen, dass Bewegung und guter Muskelaufbau vorbeugend wirken. Auch die Korrektur von Fehlhaltungen und Haltungsschwächen kann Schmerzen reduzieren bzw. beseitigen.

Zur konservativen Behandlung zählen Massagen, physikalische und manuelle Therapien, medizinisches Krafttraining, Akupunktur und Krankengymnastik. Sie bewirken aber meist nur eine vorübergehende Genesung. Laut einer Studie der Deutschen Rentenversicherung (DRV) von 2005 spürten Dreiviertel der Befragten neun Monate nach einer Behandlung keine Besserung mehr. Das bedeutet, dass nur regelmäßige sportliche Betätigung dauerhaft Linderung und damit Schmerzreduktion oder -freiheit beschert. Bewegung spielt demnach sowohl bei der Prävention, wie auch bei der Therapie eine wichtige Rolle.

Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Leidens sind enorm. Arbeitgeber und Kassen müssen die Kosten für Arbeitsunfähigkeitstage, Rehabilitationsmaßnahmen und Frühverrentungen tragen. Nach einer Analyse der Kaufmännischen Krankenkassen (KKH) entfallen rund 24% aller Krankentage auf Rückenschmerzen. Mehr als 50% der Patienten, die länger als sechs Monate krank sind, kehren nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurück; 17% aller Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrenten sind Folge von Rückenschmerzen.

Arthrose

Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung (Abnutzung) und zählt neben Wirbelsäulenbeschwerden und Osteoporose zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparats. Sie kann an einem oder mehreren Gelenken (Arthrosis deformans, Osteoarthrose) oder an der Wirbelsäule (Spondylose) auftreten. Die Krankheit entsteht durch ein Missverhältnis von Beanspruchung, Beschaffenheit und Leistungsfähigkeit von Gelenkteilen oder -gewebe. Auch Fehlbelastungen, Verletzungen oder angeborene Knorpeldefekte können sie begünstigen. Häufig betroffen sind Knie- und Hüftgelenke, da auf ihnen das gesamte Körpergewicht lastet.

Außer Bewegungsmangel, Übergewicht, ungünstigen Belastungen durch Fehlstellungen (X- oder O-Beine) sowie falsche Arbeitshaltung können auch Überlastungen durch Sport oder muskuläre Dysbalancen Ursache der Abnutzung sein. Man unterscheidet zwischen mechanischer und entzündlicher Erkrankung; Schmerzen treten bei Ermüdung oder Belastung auf und können bei entzündlichem Verlauf zu Dauerschmerz führen. Mit zunehmendem Alter steigt das Arthrose-Risiko; ab dem 70. Lebensjahr werden bei vielen Menschen Gelenkveränderungen festgestellt, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Zur konservativen Therapie zählen Gewichtsreduktion, Medikamente, Krankengymnastik und physikalische Maßnahmen. Zudem ist Prävention ein wichtiger Beitrag zu Kräftigung, Stabilisation und Beweglichkeit von Muskeln und Gelenken. Aufgrund der individuellen Ausprägung der Erkrankung können keine generellen Sport-Empfehlungen ausgesprochen werden; jeder Patient sollte sein persönliches Bewegungsprogramm mit seinem Arzt besprechen. Grundsätzlich empfiehlt centrovital Gymnastik, leichtes Krafttraining, Wandern, Schwimmen und Radfahren, um die Beschwerden zu verringern oder zu vermeiden.

Sportarten wie Ballspiele, Tennis oder Squash mit vielen Drehbewegungen, Überstreckungen, Belastungen der Gelenke und Stauchbewegungen sollten in jedem Fall vermieden werden.

Osteoporose

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, an der in Deutschland rund sieben Millionen Menschen leiden. Dabei nehmen Knochenmasse, -strukur und -funktion ab, was zu schmerzhafter Instabilität des Skeletts und erhöhtem Bruch-Risiko - besonders bei Frauen - führt. Nach den Wechseljahren wird kein Östrogen mehr produziert, was dann beim Knochenaufbau fehlt. Als Folge des erhöhten Ca-Spiegels im Blut werden die Nebenschilddrüsen (Parathormon), die Vitamin-D-Produktion in der Niere und die Ca-Resorption im Darm gehemmt.

Schätzungen zufolge leiden 30 % aller deutschen Frauen nach dem Klimakterium an primärer Osteoporose; bei Männern ab 70 ist Altersosteoporose genauso häufig. Inzwischen trifft die Krankheit vermehrt junge Frauen. Ursachen dafür sind falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Hormonstörungen; Rauchen, übermäßige Diäten, Missbrauch von Abführmitteln und starker Kaffeegenuss. Auch späte Regelblutung, die Entfernung der Eierstöcke, Schilddrüsenüberfunktionen, Rheuma oder Langzeitbehandlungen mit Cortison schädigen die Knochen und begünstigen das Leiden; häufigster Grund bleibt jedoch Östrogenmangel.

Im Frühstadium ist Osteoporose nur schwer diagnostizierbar; später ist sie auf Röntgenbildern meist gut erkennbar. Behandelt wird mit Medikamenten, regelmäßiger Bewegung und kalziumreicher Ernährung, die beiden letzteren werden auch präventiv empfohlen. Heute werden Frauen Hormontherapien nur nach Abwägung von Nutzen und Risiken verschrieben. Ohne Behandlung schreitet die Krankheit schnell voran und kann zu Invalidität und Pflegebedürftigkeit führen. Die Entwicklung verläuft schleichend und wird häufig erst bemerkt, wenn tatsächlich ein Bruch vorliegt. Besonders bei alten Menschen kann dies zu Schmerzen, Bettlägerigkeit, dauerhafter Immobilität bis zu Lungenentzündungen- embolien und dadurch zum Tode führen. Die Stürze sind meist Folgen von Brüchen, nicht umgekehrt, wie der Laie vermuten mag.

Mit jährlich ca. 2,5 bis 3 Mrd. Euro direkten und indirekten Krankheitskosten in Deutschland hat Osteoporose großes volkswirtschaftliches Gewicht, deshalb wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt.

Der beste Schutz vor Osteoporose ist lebenslange, regelmäßige Bewegung; sie ist auch Teil der Therapie. Da bei jeder Bewegung ein Reiz auf die Knochen ausgeübt wird, der den Knochenaufbau aktiviert, werden Knochen- und Muskelmasse gekräftigt. Starke Muskulatur unterstützt zudem Haltungsaufbau, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Ohne Training kommt es zum Abbau von Knochen- und Muskelmasse. Geeignet zur Prävention sind Wandern, schnelles Gehen, Skilanglauf, Schwimmen, Tanzen und leichtes Krafttraining. Von Mannschaftsspielen wie Handball, Volleyball oder Fußball wird wegen der erhöhten Sturzgefahr abgeraten.

Ernährung

Gesunde Ernährung ist Grundlage für körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden.
Nahrung sichert den Aufbau der Knochen sowie die Anreicherung des Blutes mit Nährstoffen und damit Wachstum, Entwicklung und Aufrechterhaltung aller lebensnotwendigen Funktionen. Die Nahrungsaufnahme ist abhängig von Produkten, Zubereitung (roh, gekocht, konserviert), Nahrungstabus (das isst man nicht!), Religion und regionalen Voraussetzungen.

Besonders in den westlichen Industrienationen hat sich das Essen durch die industrielle Bearbeitung der Lebensmittel in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Durch den Mangel an Bewegung ist der Kalorienverbrauch gesunken – was die meisten Menschen zwar wissen, aber häufig nicht umsetzen können. Die richtige“ Ernährung, die für jeden gleichermaßen gilt, gibt es nicht – und die zahlreichen Angebote von Trennkost, Makrobiotik, 5-Elemente-Lehre über Ayurveda bis hin zur Rohkost-Lehre lassen Interessenten oft ratlos zurück.

Wichtig sei, dass man „sich wohl fühlt, genügend Antrieb hat und alle Körperfunktionen intakt sind“, sagt die Ernährungsberaterin des centrovitals. Sie will den Blick für Lebensmittel schärfen, ohne dabei dogmatisch zu sein. Menschen sollen erkennen, welche Produkte gut oder schlecht sind. Die Nahrung richtet sich nach Veranlagung, Vorlieben und möglichen Krankheitsbildern wie Diabetes, Osteoporose, entzündliche Darmerkrankungen oder Lebensmittelallergien. Vollwertige, herzgesunde oder cholesterinarme Speisen sind jedoch selten verkehrt, die Folgen falscher Nahrung können jedoch gravierend sein. Besonders bei rein veganer Kost (Verzicht von Fleisch, Fisch und sämtlichen tierischen Produkten wie Eiern, Honig, etc.), speziellen Diäten, psychischen Erkrankungen oder einseitiger Dauerernährung durch Fast Food entstehen Vitamin-, Nähr- oder Mineralstoffmängel, die zu Antriebslosigkeit, Verdauungsstörungen, Übergewicht oder sogar zu Krankheiten wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Gicht führen können.

Nähere Informationen erhalten Sie auch bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)

Was ist Cholesterin?

Cholesterin (griech. Chole = Galle und stereos = fest) ist ein natürlicher Fettbegleitstoff, der in allen tierischen Zellen vorkommt und teils vom Körper gebildet, teils über Nahrung aufgenommen wird. Es ist ein lebenswichtiges Transporteiweiß (Lipid) und nicht wasserlöslich; mehr als 95 % davon befindet sich in Zellen. Damit Cholesterin im Blut transportiert werden kann, braucht es Träger (Lipoproteine), davon sind LDL und HDL die wichtigsten.

LDL transportiert das Cholesterin aus der Leber in die Körperzellen. Ist es erhöht, kann es zu gefährlichen Ablagerungen in den Blutgefäßen führen und gilt daher als böses Cholesterin. HDL, das gute Cholesterin (Schutzlipoprotein), transportiert Cholesterin aus Zellen und Gewebe in die Leber, wo es verstoffwechselt wird. Es verhindert Cholesterinablagerungen in den Gefäßen.

Prävention

Der Volksmund weiß es schon längst Vorbeugen ist die beste Medizin!
Diese Erkenntnis beginnt sich langsam auch in der Praxis durchzusetzen. Immer mehr Menschen haben gemerkt, dass sie selbst aktiv etwas für die Erhaltung ihrer Gesundheit tun müssen.

Aufgrund veränderter Lebensbedingungen (demografischer Wandel) wurde eine deutliche Zunahme von chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas (Fettleibigkeit), degenerativen Muskel- und Skeletterkrankungen und psychischen Störungen festgestellt. Auftreten und Verlauf chronischer Krankheiten sind stark von Eigenverhalten, Fehlanreizen und gesundheitlichen Belastungen der sozialen und physischen Umwelt abhängig. Verhalten kann jedoch oft nicht unabhängig von der Lebensweise, die wiederum stark mit den Lebensverhältnissen verbunden ist, verändert werden.

Diese Einsicht hat dazu geführt, dass die Krankenkassen Prävention verstärkt als ihre Aufgabe begriffen haben und sie mittelfristig als vierte Säule im Gesundheitswesen etablieren wollen. Unter primärer Prävention versteht man vorbeugende Maßnahmen, die unerwünschte Ereignisse oder Entwicklungen,
z. B. Operationen und chronische Erkrankungen, vermeiden und dadurch Kosten einsparen sollen. Um das Bewusstsein für die Bedeutung regelmäßiger Bewegung zu wecken, übernehmen die gesetzlichen Kassen bis zu 80% der Kosten für Präventionskurse. Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen können zweimal pro Jahr an unterschiedlichen Kursen aus den Bereichen Bewegung, Entspannung, Ernährung und Sucht teilnehmen. Die Kostenübernahme dafür soll Teilnehmern den Einstieg in dauerhafte Eigenvorsorge ermöglichen. Die Kurse dauern meist 10 Wochen und finden 1 x wöchentlich statt.

Ziel von Prävention und Gesundheitsförderung ist es, die Eigenverantwortung zu steigern, Frühverrentungen zu vermeiden und so Lebensqualität und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten und zu stärken. centrovital bietet daher qualitätsgesicherte Präventionskurse wie Aqua-Fitness, Beckenbodengymnastik, Nordic Walking, Pilates, Wirbelsäulengymnastik, Muskelentspannung und Yoga an.

Stress

Als Stress bezeichnet man das Missverhältnis zwischen äußeren und inneren Anforderungen und persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten. Stresssymptome können u. a. Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Kurzatmigkeit, Kreislaufstörungen, erhöhter Blutdruck, vermehrtes Schwitzen, Verstopfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, sexuelle Störungen oder Muskelverspannungen sein. Vor Jahrtausenden sicherten Reaktionen wie erhöhter Blutdruck und Herzrasen das Überleben der Arten. Im Lauf der Zeit hat sich die Umwelt des Menschen jedoch stark verändert, heute gibt es kaum noch klassische Stressreize wie Angriff, Hunger, Kälte oder starke körperliche Beanspruchung, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen und sich nach erfolgter Anpassung wieder beruhigen. Heute ist der Begriff Stress zum Symbol für Belastung allgemein geworden.

Man unterscheidet zwischen negativem Dystress und positivem Eustress. Unter Eustress versteht man z. B. die treibende Kraft bei einer anstrengenden Bergwanderung, die einen doch noch mit Blasen an den Füßen glücklich in der Hütte ankommen lässt. Eustress motiviert, treibt zu Höchstleistungen an, hat konstruktive Aspekte, mobilisiert zu kreativen, produktiven Aktivitäten und lässt uns Anforderungen als Herausforderung erleben. Dystress bezeichnet einerseits negative Einflüsse von außen wie Lärm, Umweltbelastungen und dauernde Überforderung, aber auch ungewollte eigene Anorderungen oder Ansprüche. Innere Einflüsse wie der Hang zum Grübeln, Perfektionismus oder starker Eigendruck beeinflussen die Psyche und werden als unangenehm, überfordernd und belastend empfunden. Langfristig sind beide Stressformen ungesund.

Das Stressreduktion eine bedeutende Rolle bei der Erhaltung der Gesundheit spielt, haben auch die Kassen erkannt. Daher bezuschussen sie seit einigen Jahren Medical-Wellness-Reisen, Präventionskurse usw., in denen Stressbewältigung und - vermeidung gelernt werden sollen.

Was bedeutet metabolisches Syndrom

Allgemein versteht man darunter das gemeinsame Auftreten von Insulinresistenz, Adipositas (Fettleibigkeit), Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Jede dieser Erkrankungen stellt schon für sich ein erhebliches Risiko dar, dass sich durch die Kombination der Diagnosen noch deutlich verstärkt.
Diese kardiometabolischen Risikofaktoren werden auch als tödliches Quartett“ bezeichnet, da sie eine große Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedeuten. Das metabolische Syndrom gilt heute als wichtigster Faktor für die Entstehung koronarer Herzerkrankungen. Der Begriff metabolisches Syndrom“ ist nicht eindeutig bestimmt, zudem wurde die Definition in den letzten Jahren mehrfach verändert.

Nach den Kriterien der World Health Organisation“ (WHO) wird die Diagnose metabolisches Syndrom gestellt, wenn mindestens drei der folgenden Merkmale erfüllt sind

  • Adipositas (Frauen  88 cm Taillenumfang; Männer  102 cm Taillenumfang)
  • HDL-Cholesterin (Frauen  50 mg%; Männer  40 mg%)
  • Triglyceride  150 mg%
  • Blutdruck  13085 mmHg
  • Nüchternblutzucker  110 mg%

Da diese Erkrankungen meist schmerz- und symptomfrei verlaufen, wird der Arzt oft zu spät aufgesucht; die Behandlung beginnt erst, wenn schon irreparable Schäden vorliegen. Das ist besonders gefährlich, da Patienten mit metabolischem Syndrom als Hochrisikopatienten“ gelten. So hat ein Diabetiker ein ebenso hohes Risiko an Herzinfarkt zu sterben wie ein Patient, der bereits einen Herzinfarkt hinter sich hat.

 

Das Symptom der Fettleibigkeit

Da die Grenzwerte für Taillenumfang, Bluthochdruck und Blutzucker in den letzten Jahren ständig nach unten korrigiert wurden, ist die Häufigkeit (Prävalenz) des metabolischen Syndroms in Deutschland ständig angestiegen.

Wichtiger als das tatsächliche Übergewicht ist jedoch die Verteilung der Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen, da dieses innere Bauchfett (intraabdominal oder viszerales Fettgewebe) sehr stoffwechselaktiv ist. Es beeinflusst den Fett- und Kohlehydratstoffwechsel (Zuckerstoffwechsel); die Folge können Fettstoffwechselstörungen und Diabetes sein.

 

Risikoschwellen für das metabolische Syndrom

Mehr als 88 cm Bauchumfang bei Frauen und 102 cm bei Männern erhöhen die Risikoschwelle - in Deutschland überschreiten 30-40% der Menschen diese Werte. Eine Reduktion desBauchumfangs durch Sport und Ernährungsumstellungen kann daher das Risiko einer Herz- Kreislauf-Erkrankung deutlich reduzieren.

Die einzelnen Symptome (Fettleibigkeit, erhöhter Blutdruck, Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörungen) treten selten unabhängig voneinander auf. Insulinresistenz gilt als Vorläufer von Diabetes Typ II. Wissenschaftler vermuten, dass der veränderte Stoffwechsel durch das metabolische Syndrom und Diabetes Typ II in der humanen Entwicklungsgeschichte ein Selektionsvorteil war. Da Menschen früher oft Hungersnöte erleiden und unter schwierigsten Bedingungen überleben mussten, war die Anlage von Bauchfett sinnvoll. Symptome wie Insulinresistenz, Diabetes und Übergewicht sind die Folge.

 

Erhöhte Blutfettwerte

Die Ursache erhöhter Blutfette liegt meist in einem genetischen Defekt oder in zu hoher Fettaufnahme. Empfohlen wird ein täglicher Fettanteil in der Nahrung von 30-40g, der durch versteckte Fette in zahlreichen Lebensmitteln (z. B. Wurst, Käse, Milch) jedoch schnell erreicht ist. Daher ist Fettreduktion eine der wichtigsten Methoden zur Risikominimierung. Entscheidend ist jedoch auch die Qualität der Fette; mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind unverzichtbar für den Körper und Teil einer gesunden Ernährung.

 

Das Symptom des erhöhten Blutzuckerspiegels

Diabetes entsteht schleichend. Wenn die Wirkung des Insulins auf den Blutzuckerspiegel gemindert ist, versucht der Körper dies durch vermehrte Insulinausschüttung auszugleichen. Das ist noch kein eigentlicher Diabetes, aber ein Warnsignal. Der tatsächliche Diabetes entsteht häufig erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Insulin bewirkt die Speicherung von Fett und anderen Nahrungsbestandteilen in den Fettzellen, was zu Gewichtserhöhung und Ablagerungen in den Gefäßen führt.

Ein fataler Kreislauf beginnt. Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen, in den Gefäßen kommt es zu Ablagerungen, sie verlieren an Elastizität. Wenn jetzt der Blutdruck steigt, können die Gefäße sich nicht mehr verengen oder weiten und so den Blutdruck regulieren. Diabetes Typ II tritt erst auf, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, die verminderte Insulinwirkung durch größere Ausschüttungen zu kompensieren. Da zwischen den ersten Anzeichen eines metabolischen Syndroms und dem Auftreten von Diabetes Typ II viel Zeit vergehen kann, ist es besonders wichtig, eine Veranlagung zur Insulinresistenz frühzeitig zu erkennen, um gegensteuern zu können.

 

Wie kann ich dem metabolischen Syndrom vorbeugen

Die Enstehung des metabolischen Syndroms ist nicht alleinvon den Genen abhängig. Bewegung und bewusste Ernährung können der Entstehung oben genannter Symptome entgegen wirken. Bei uns können sie gezielte Präventionskurse für die Erhaltung Ihrer Gesundheit besuchen, oder in unserem Fitnessstudio gezielt mit Bewegung dem metabolischen Syndrom und seinen Symptomen vorbeugen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankung bezeichnet sämtliche Erkrankungen von Herz und Blutkreislauf, in der Regel sind jedoch Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und alle angeborenen Erkrankungen von Herz, Gefäßen und Kreislauf damit gemeint. Er umfasst zwar Erkrankungen von Herz und Arterien, nicht jedoch die von Venen und Lymphgefäßen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können auch durch angeborene Erkrankungen (manche Herzklappenfehler), familiäre Veranlagungen (z. B. für Bluthochdruck) oder Störungen des Hormon- oder Mineralhaushalts entstehen.

Unter Arteriosklerose versteht man die Verhärtung der Adern durch Gefäßeinlagerungen, wobei Cholesterin eine besondere Rolle spielt. Cholesterinablagerungen führen zur Bildung von entzündlichen Herden (Atheromen), in denen sich Blutbestandteile, Fettstoffe, Stoffwechselschlacken und Kalksalze festsetzen. Es bilden sich flächige Verkalkungen (Plaques), wodurch die Gefäßwand härter und enger wird. Die Arterie verliert ihre Elastizität und kann den Bluttransport vom Herzen in die einzelnen Bereiche des Körpers kaum noch leisten. Arterienerkrankungen können schon im Jugendalter beginnen und sich über Jahrzehnte weiter entwickeln, ohne dass man sie spürt. Diabetiker und Menschen mit hohem Blutdruck sind besonders gefährdet. Oft konfrontieren erst Folgeerkrankungen wie Angina pectoris, Herzinfarkt, Kreislaufkollaps oder Schlaganfall Betroffene mit Arteriosklerose. Bei Naturvölkern ist die Krankheit mit ihren Folgekrankheiten nahezu unbekannt, in Deutschland stirbt heute jeder zweite Bundesbürger an einer Störung des Herz-Kreislauf-Systems. Das lässt vermuten, dass kardiovaskuläre Krankheiten typische Zivilisationskrankheiten und Folgen moderner Lebensführung sind. Sie werden durch die gleichen Risikofaktoren begünstigt und können durch dieselben Vorbeugungsmaßnahmen verhindert werden. Die Veränderung der Gefäße – im Positiven, wie im Negativen – hängt stark von der Lebensweise ab. Fett- und eiweißreiche Ernährung, Überernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, Dauerstress, wenig Schlaf, unverarbeitete Konflikte und andere gehören zu den Risikofaktoren; in den meisten Fällen führt das Zusammenspiel mehrerer Kriterien zu einer Erkrankung. Ein Großteil davon kann jedoch durch gesunde Ernährung, Abbau von Übergewicht und regelmäßige körperliche Aktivität positiv beeinflusst werden.

Eine besondere Form der Gefäßverengung sind Durchblutungsstörungen, die meist den unteren Körperbereich (von der Bauchaorta bis zu den Fußarterien) betreffen. Sie verringern Blutfluss und Sauerstoffzufuhr ins Muskelgewebe, das dadurch allmählich abstirbt. Im Endstadium bilden sich Geschwüre, die Gefäße verschließen sich, eine Amputation wird unumgänglich; zudem besteht Wundbrandgefahr. Arterielle Durchblutungsstörungen betreffen nicht nur Männer, zunehmend erkranken auch Frauen daran.
Die Kombination aus Rauchen und die Einnahme der Pille sind für Frauen ab 30 ein großes Risiko. Erste Anzeichen für Durchblutungsstörungen sind kalte Füße, Prickeln in den Zehen und Wadenschmerzen bei längerem Gehen.

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine zunehmende Volkskrankheit, an der jeder zweite Deutsche leidet. Er stellt ein großes Risiko für Gefäßerkrankungen, Nieren- und Herzschwäche dar. Da die Erkrankung  lange keine Beschwerden verursacht, wird sie meist erst spät entdeckt. Nur die Hälfte der Patienten wissen, dass ihr Blutdruck zu hoch ist; davon wird nur die Hälfte behandelt, von diesen wiederum nur die Hälfte in ausreichendem Maße. Knapp die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland gehen auf das Konto von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – das sind mehr als 400.000 Todesfälle jährlich. Ein erhöhter  Blutdruck von über 140 zu 90 (mmHg) muss behandelt werden. Sollten andere Risikofaktoren vorliegen, können niedrigere Blutdruckwerte angestrebt werden. Auch normale Blutdruckwerte in Ruhe schließen ein Überschießen der Blutdruckregulation unter Belastung nicht aus, sie müssen ebenfalls behandelt werden. Bei 90 Prozent der Betroffenen lässt sich keine Ursache für die erhöhten Blutdruckwerte feststellen, dann liegt primäre oder essentielle Hypertonie vor. Die restlichen Fälle sind Folge bestimmter Grunderkrankungen oder Medikamente, man bezeichnet dies als sekundäre Hypertonie. Meistens weist Bluthochdruck auf fortgeschrittene Arterienverkalkung hin, er kann aber auch Folge bestimmter Medikamente oder übermäßiger Sekretion von Nierenhormonen sein. Je härter und enger die Gefäße, desto höher der Blutdruck. Hohe Blutdruckwerte liegen auch bei Dauerstress vor, es kommt zu Gefäßkrämpfen, die Gefäßwände werden geschädigt, die Gefahr des Reißens oder Verschlusses ist hoch. Anzeichen für zu hohen Blutdruck können u. a. schnelle Ermüdbarkeit, Schwindelgefühl oder Schweißausbrüche sein. Bluthochdruck sollte frühzeitig behandelt werden, da er im Verlauf zu Schäden an Herz, Blutgefäßen, Gehirn, Nieren bis hin zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod führen kann. Die Therapie ist individuell und sehr vielfältig, sie beinhaltet allgemeine Maßnahmen und - wenn diese nicht ausreichen - auch Blutdruck senkende Medikamente. Jede Blutdrucksenkung auf normales Niveau vergrößert Lebensqualität und -erwartung.

Als Herzrhythmusstörungen bezeichnet man Abweichungen von der normalen Herzschlagfolge, ohne das eine besondere Belastung vorliegt. Bei Herzrasen kann eine Schlagfolge von 200 bis 250 Schlägen und mehr pro Minute erreicht werden. Stress, Aufregung, Bluthochdruck, übermäßiger Kaffeekonsum, Unterzuckerung oder Funktionsstörungen der Schilddrüse können die Ursache sein. Ist die Schlagfrequenz zu niedrig, besteht die Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs, der zu Herzversagen führen kann. Da kardiovaskuläre Erkrankungen weitgehend durch ungesunde Lebensweisen entstehen, kann einer Erkrankung durch rechtzeitige Verhaltensänderungen gegengesteuert werden. Umstellungen von Ess- und Bewegungsverhalten können Arterienverkalkung vermeiden helfen bzw. aufhalten, zudem sinken dadurch auch Blutdruck- und Blutfettwerte.

Zur Vorbeugung zählt vor allem ausgewogene Vollwertkost, die möglichst wenig Stoffwechselschlacken produziert und Cholesterin zuführt. Bewegung an frischer Luft, weitgehender Verzicht auf Alkohol, Nikotin, Kaffee und Gewichtsregulierung gehören zu den notwendigen Verhaltenskorrekturen. Diese Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, wenn innere Ausgeglichenheit fehlt und psychosoziale Konflikte unverarbeitet bleiben. Die Schaffung eines Umfeldes ohne Hektik und Stress, in dem man positiv denken und neue Motivationen finden kann, ist ebenso wichtig wie ein gesundes Verhältnis zwischen An- und Entspannung. Liegt bereits eine kardiovaskuläre Erkrankung vor, ist Selbsthilfe nicht mehr möglich. Geschädigte Arterien mit Verkalkungsprozessen sind nur schwer und aufwändig zu behandeln. Naturheilmittel wie Knoblauch oder Mistel können jedoch eine Therapie unterstützen und positiv beeinflussen; der regelmäßige Verzehr von Knoblauch ist aber kein Freibrief für ungesunden Lebenswandel. In der Nachsorge sollte der Grundstein für ein gesünderes Leben gelegt werden. Zur Vorbeugung sind diese Verhaltensänderungen in jedem Fall zu empfehlen.

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