Metabolisches Syndrom

Was bedeutet metabolisches Syndrom

Allgemein versteht man darunter das gemeinsame Auftreten von Insulinresistenz, Adipositas (Fettleibigkeit), Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Jede dieser Erkrankungen stellt schon für sich ein erhebliches Risiko dar, dass sich durch die Kombination der Diagnosen noch deutlich verstärkt.
Diese kardiometabolischen Risikofaktoren werden auch als tödliches Quartett“ bezeichnet, da sie eine große Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedeuten. Das metabolische Syndrom gilt heute als wichtigster Faktor für die Entstehung koronarer Herzerkrankungen. Der Begriff metabolisches Syndrom“ ist nicht eindeutig bestimmt, zudem wurde die Definition in den letzten Jahren mehrfach verändert.

Nach den Kriterien der World Health Organisation“ (WHO) wird die Diagnose metabolisches Syndrom gestellt, wenn mindestens drei der folgenden Merkmale erfüllt sind
 

  • Adipositas (Frauen  88 cm Taillenumfang; Männer  102 cm Taillenumfang)
  • HDL-Cholesterin (Frauen  50 mg%; Männer  40 mg%)
  • Triglyceride  150 mg%
  • Blutdruck  13085 mmHg
  • Nüchternblutzucker  110 mg%

 
Da diese Erkrankungen meist schmerz- und symptomfrei verlaufen, wird der Arzt oft zu spät aufgesucht; die Behandlung beginnt erst, wenn schon irreparable Schäden vorliegen. Das ist besonders gefährlich, da Patienten mit metabolischem Syndrom als Hochrisikopatienten“ gelten. So hat ein Diabetiker ein ebenso hohes Risiko an Herzinfarkt zu sterben wie ein Patient, der bereits einen Herzinfarkt hinter sich hat.

 

Das Symptom der Fettleibigkeit

Da die Grenzwerte für Taillenumfang, Bluthochdruck und Blutzucker in den letzten Jahren ständig nach unten korrigiert wurden, ist die Häufigkeit (Prävalenz) des metabolischen Syndroms in Deutschland ständig angestiegen.

Wichtiger als das tatsächliche Übergewicht ist jedoch die Verteilung der Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen, da dieses innere Bauchfett (intraabdominal oder viszerales Fettgewebe) sehr stoffwechselaktiv ist. Es beeinflusst den Fett- und Kohlehydratstoffwechsel (Zuckerstoffwechsel); die Folge können Fettstoffwechselstörungen und Diabetes sein.

 

Risikoschwellen für das metabolische Syndrom

Mehr als 88 cm Bauchumfang bei Frauen und 102 cm bei Männern erhöhen die Risikoschwelle - in Deutschland überschreiten 30-40% der Menschen diese Werte. Eine Reduktion desBauchumfangs durch Sport und Ernährungsumstellungen kann daher das Risiko einer Herz- Kreislauf-Erkrankung deutlich reduzieren.

Die einzelnen Symptome (Fettleibigkeit, erhöhter Blutdruck, Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörungen) treten selten unabhängig voneinander auf. Insulinresistenz gilt als Vorläufer von Diabetes Typ II. Wissenschaftler vermuten, dass der veränderte Stoffwechsel durch das metabolische Syndrom und Diabetes Typ II in der humanen Entwicklungsgeschichte ein Selektionsvorteil war. Da Menschen früher oft Hungersnöte erleiden und unter schwierigsten Bedingungen überleben mussten, war die Anlage von Bauchfett sinnvoll. Symptome wie Insulinresistenz, Diabetes und Übergewicht sind die Folge.

 

Erhöhte Blutfettwerte

Die Ursache erhöhter Blutfette liegt meist in einem genetischen Defekt oder in zu hoher Fettaufnahme. Empfohlen wird ein täglicher Fettanteil in der Nahrung von 30-40g, der durch versteckte Fette in zahlreichen Lebensmitteln (z. B. Wurst, Käse, Milch) jedoch schnell erreicht ist. Daher ist Fettreduktion eine der wichtigsten Methoden zur Risikominimierung. Entscheidend ist jedoch auch die Qualität der Fette; mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind unverzichtbar für den Körper und Teil einer gesunden Ernährung.

 

Das Symptom des erhöhten Blutzuckerspiegels

Diabetes entsteht schleichend. Wenn die Wirkung des Insulins auf den Blutzuckerspiegel gemindert ist, versucht der Körper dies durch vermehrte Insulinausschüttung auszugleichen. Das ist noch kein eigentlicher Diabetes, aber ein Warnsignal. Der tatsächliche Diabetes entsteht häufig erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Insulin bewirkt die Speicherung von Fett und anderen Nahrungsbestandteilen in den Fettzellen, was zu Gewichtserhöhung und Ablagerungen in den Gefäßen führt.


Ein fataler Kreislauf beginnt. Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen, in den Gefäßen kommt es zu Ablagerungen, sie verlieren an Elastizität. Wenn jetzt der Blutdruck steigt, können die Gefäße sich nicht mehr verengen oder weiten und so den Blutdruck regulieren. Diabetes Typ II tritt erst auf, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, die verminderte Insulinwirkung durch größere Ausschüttungen zu kompensieren. Da zwischen den ersten Anzeichen eines metabolischen Syndroms und dem Auftreten von Diabetes Typ II viel Zeit vergehen kann, ist es besonders wichtig, eine Veranlagung zur Insulinresistenz frühzeitig zu erkennen, um gegensteuern zu können.

 

Wie kann ich dem metabolischen Syndrom vorbeugen

Die Enstehung des metabolischen Syndroms ist nicht alleinvon den Genen abhängig. Bewegung und bewusste Ernährung können der Entstehung oben genannter Symptome entgegen wirken. Bei uns können sie gezielte Präventionskurse für die Erhaltung Ihrer Gesundheit besuchen, oder in unserem Fitnessstudio gezielt mit Bewegung dem metabolischen Syndrom und seinen Symptomen vorbeugen.

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